Autor Thema: Einleitung  (Gelesen 4120 mal)

6. Juni 2004, 17:17:33 Nachmittag
Gelesen 4120 mal

Prinzeps

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Wo gibt es überall im Lainsitztal Opfersteine? Treten sie an bestimmten Orten vermehrt auf? Gibt es Gegenden, in denen zwar viele Restlinge liegen, davon aber keiner Vertiefungen aufweist?

Bitte beschreiben Sie die Steine grob nach Größe und Form und fügen Sie wenn möglich ein Bild bei. Beschreiben Sie auch die Umgebung, Besonderheiten, Aussicht, Lage...

Erzählen Sie uns auch die Geschichten, die sich um die Steine ranken!  
« Letzte Änderung: 2. August 2005, 17:22:03 Nachmittag von Prinzeps »

6. Juni 2004, 18:28:40 Nachmittag
Antwort #1

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Im Buch "Heimatkunde des Bezirkes Gmünd", Ausgabe 1986, finden sich im Kapitel "Naturdenkmäler" auf Seite 29 folgende Hinweise:

Einer der bekanntesten Schalensteine im Gmünder Bezirk ist der "Christophistein" bei Grillenstein (Naturpark Blockheide). Seine Oberfläche trägt vier ovale, miteinander in Verbindung stehende Schalen, deren größter Durchmesser zwischen 53 und 127cm schwankt. Die Tiefe der Schalen beträgt 25 bis 45cm. Ein anderer bekannter Schalenstein ist der "Kolomanistein" bei Eisgarn. Der Stein zeigt auf seiner Oberfläche eine große, ovale Schale von ziemlicher Tiefe. Von dieser führt eine breite "Blutrinne" an der Seite des Steines herab. Solche Rinnen, die selten vorkommen, sollten nach dem Volksglauben das Blut des Opfers ableiten. Ähnlich gestaltet ist der "Liebfrauensitz" bei Großpertholz, wo sich über der Schale eine Madonna mit Kind erhebt oder der Schalenstein am Gipfel des Johannesberges bei Harmanstein (Gem. Großschönau) mit dem gekreuzigten Christus. Zahlreich sind die Schalensteine in der Umgebung von Heinrichs bei Weitra, nach dem "Reitgraben" bei St. Martin, in der Gegend von Karlstift am "Schaufriedel" oder in der Reichenau am Freiwald (alle Gem. Großpertholz). In der Gegend von Eisgarn zählt man bei 30 solcher Schalensteine.
« Letzte Änderung: 2. August 2005, 17:21:20 Nachmittag von Prinzeps »

8. Juni 2004, 08:42:37 Vormittag
Antwort #2

Prinzeps

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Wegbeschreibungen und wunderbare Fotos u.a. von den Steinen in Heinrichs und in der Blockheide finden sich auf den Seiten "Mystische Steine und Stätten im Waldviertel" von  Robert FLORIAN & Manuela SUMSER.

« Letzte Änderung: 8. Juni 2004, 08:43:55 Vormittag von Prinzeps »

20. Oktober 2005, 16:50:13 Nachmittag
Antwort #3

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"Im Gebiet des ehemaligen Landkreises Kaplitz waren Schalensteine vor allem am Kühberg bei Hohenfurth, auf dem Mardetschläger Berg bei Zettwing, auf dem Toneiberg bei Meinetschlag, auf dem Kohout bei Gallein, auf dem Hohenstein bei Hennberg, in Theresiental bei Gratzen und an der Landesgrenze, schon auf österreichischem Boden, am Mandelstein bei Göllitz. Auch die Vertiefungen am Heiligen Stein bei Reichenau a.d. Maltsch wurden zuweilen als derartige Schalenformen angesprochen."

Aus: Deutsche Kulturlandschaft an Moldau und Maltsch, Der südböhmische Heimatkreis Kaplitz - Hohenfurth - Gratzen, Band I (1986), S. 217

Hohenfurth - Vyšší Brod, Kühberg - kraví hora
Meinetschlag - Malonty, Toneiberg - ?
Zettwing - Cetviny, Mardetschläger Berg - bei Mardetschlag, Bez. Freistadt.
Gallein - Děkanské Skaliny?, Kohout - Kohout
Hennberg - ?, Hohenstein - Vysoký kámen ?
Gratzen - Nové Hrady, Theresiental - Terezino Údolí
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2005, 23:50:42 Nachmittag von Prinzeps »