Autor Thema: Horizontal und vertikal! Unglaublicher Schalenstein bei Weitra  (Gelesen 9095 mal)

2. August 2005, 18:06:50 Nachmittag
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Prinzeps

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Einer der interessantesten und verblüffendsten Schalensteine unserer Gegend liegt gleich neben dem bekannten Wackelstein im Norden von Weitra. Der würfelförmige Stein hat eine intakte, wassergefüllte Schale auf der Oberseite und eine weitere, herzförmige und große Schale an einer seiner Seitenfächen!

Man findet das Hinweisschild zu dem benachbarten Wackelstein rechts der Straße am Waldrand, wenn man über den Böhmberg etwa eineinhalb Kilometer von Weitra Richtung Schagges fährt. Von dort aus geht man noch etwa eine Viertelstunde ostwärts Richtung Oberbrühl.

Welche Kräfte der Natur können so ein Phänomen wirklich hervorrufen? Wenn der Stein umgefallen ist und so die erste Schale in vertikale Stellung kam, warum entsteht auf demselben Stein "gleich" wieder eine neue Schale?

Lage:
GPS: 48° 42' 53" N, 14° 52' 48" O
maps.google.at
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Bilder: Horizontale Schale / Seitenansicht mit beiden Schalen / Vertikale Schale
« Letzte Änderung: 2. April 2010, 23:19:39 Nachmittag von Prinzeps »

2. August 2005, 18:08:50 Nachmittag
Antwort #1

Prinzeps

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... der wirklich wackelt. Allerdings nur, wenn man auf die spitze Nase vorne springt und schwer genug ist!
« Letzte Änderung: 2. August 2005, 22:20:44 Nachmittag von Prinzeps »

4. August 2005, 22:47:56 Nachmittag
Antwort #2

rasputin

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Ich habe eine Erklärung, die mir meine Mutter, als ich noch klein war, erzählt hat:
Eines Tages wollte der Teufel im Wald bei Brühl ein Schloss bauen. Er bekam dazu vom lieben Gott die Erlaubnis, jedoch mit der Auflage, dass er beim ersten Hahnschrei die Bauarbeiten beenden müsste.

Also flog der Teufel von Weitra her große Steine herbei und fing im Wald zu bauen an. Nachdem er mehrmals Steine in den Wald gebracht hatte und schon einen beträchtlichen Steinhaufen angehäuft hatte, flog er wiederum mit Steinen in Richtung Schagges. Da hörte er von Brühl her den ersten Hahn krähen. Voller Wut schleuderte er die Steine von sich und kehrte in die Hölle zurück.

Diese Steine sind nun der Wackelstein und die Schalensteine – wir habe sie Opfersteine genannt – im Wald zwischen Weitra und Schagges im Gemeindegebiet Brühl. Der begonnene Schlossbau des Teufels aber war das sogenannte Gitschn-Gatschn-Häusl im Wald des seinerzeitigen Hofbauers (Familienname Binder) aus Unter-Brühl. Ich war als Bub mehrmals dort und es ist mir immer sehr unheimlich gewesen. An diesem Ort war es immer ganz still und auch keine Vogelstimme war zu hören. Dieses Gitschn-Gatschn-Häusl ist etwa 500 m in der Verlängerung der Achse Weitra - Wackelstein/Opferstein – Schagges im Wald auf Höhe Unter-Brühl zu finden. 

5. August 2005, 13:49:09 Nachmittag
Antwort #3

Prinzeps

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Lieber Rasputin,

vielen Dank für die Mitteilung der alten Geschichte über Wackelstein und Opfersteine! So bleibt sie nicht nur den Leuten aus Brühl bekannt und verzaubert auch für uns andere den Ort rund um die außergewöhnlichen Steine.

Vielen Dank auch für die genaue Ortsbeschreibung des Gitschn-Gatschn Häusls. Ist ja ein ganz ausgefallener Name für diese Steingruppe. Kann sich jemand erklären, was der heißen soll?

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