Kategorien: "HeimatForschung"

Grabungen am Johannesberg bei Harmannstein 1991

April 17th, 2010

Bin jetzt erst durch die Buchsuche von Google draufgekommen, dass es auch aktuelle Grabungen auf dem Johannesberg gab! Im Herbst 1991 grub Mag. Gottfried Artner mit dem Verein ASINOE an drei Stellen auf dem Berg: in der Kirche, auf dem Plateau nordwestlich und an der Spitze des Berges südlich der Kirche. Spektakuläre Funde, wie zum Beispiel prähistorischer Herkunft, wurden wie es scheint nicht gemacht.

Grabungsbericht: Grabungen am Johannesberg bei Harmannstein. In: Archäologie Österreichs 3/1 1992, S. 40-42.

Kafka-Gasse in Gmünd

Februar 10th, 2006

Manchmal brauchen die Sachen Zeit zum Entwickeln. Die Geschichte mit Kafka und Gmünd war für mich schon vor langer Zeit virulent. Ich hab' damals der Stadtgemeinde Gmünd geschrieben, einen Artikel an den Waldviertler geschickt, eine Ansichtskarte entworfen, aber es ist aus allem nichts geworden.

Sehr geehrter Herr Prinz!

Sie haben uns vor einigen Monaten auf die Beziehung von Franz Kafka zu Gmünd aufmerksam gemacht. In einem Mail haben Sie sogar sämtliche Zitate aus seinen Briefen mitgeschickt und gemeint, man sollte diesem Schriftsteller in Gmünd mehr würdigen.

Nunmehr ergibt sich die Möglichkeit, dass eine neue Siedlungsstraße nach ihm benannt werden könnte. Wir bitten Sie daher um nochmalige Zusendung der damaligen Unterlagen, da ihr Mail bei uns scheinbar verloren ging.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Weilguni

Ich habe dem Stadtamtsdirektor-Stellvertreter die Sachen noch einmal geschickt, und erfahre mit Freude von ihm:

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen. Am 6. März soll in der Gemeinderatssitzung der Beschluss für eine "Franz-Kafka-Gasse" gefasst werden.

Mit freundlichen Grüßen
Horst Weilguni
STADTGEMEINDE GMÜND

Wo war Kafka im Sommer 1922? An der Lainsitz!

Mai 20th, 2005

Irgendeiner muss vor Jahrzehnten den fatalen Fehler gemacht haben, und seither hat ihn die ganze Literaturwissenschaft abgeschrieben!

Kafka war im Sommer 1922 fast drei Monate lang (23. Juni bis 19. September) in der Stadt Planá nad Lužnicí, in einer Ferienwohnung seiner Schwester Ottla. Er schrieb dort neun Kapitel seines Romans "Das Schloss", sie blieben die letzten dieses Fragments.

Was liest man in allen Biografien? Er wäre in Plana an der "Luschnitz" (!) gewesen. Alle schreiben es, die gedruckten wie die elektronischen Lebensbeschreibungen. Googelt man nach Kafka und Luschnitz, sieht man das Malheur!

Ich bin überglücklich, diesen Fehler hiermit aufklären zu können. An der Lainsitz hat einer der größten Schriftsteller einen Hauptteil eines seiner bekanntesten Werke verfasst! Die ganze Welt soll es wissen!
Franz Kafka: Das Schloß. Kapitel 12 bis 20. Das Buch wurde erst nach seinem Tod im Jahr 1926 veröffentlicht.

Des weiteren verfasste er in Planá die Erzählung "Forschungen eines Hundes".

Wie es Kafka in Plan erging, erfährt man aus seinen Briefen. Nur einmal, auf einer Poskarte vom 26. Juni an Robert Klopstock, erwähnt er darin auch unseren Fluss:

"...aber da es in Planá lebendige Menschen und Tiere gibt, ist auch hier Lärm, der aus dem Schlaf schreckt und den Kopf verwüstet, sonst aber ist es außerordentlich schön mit Wald und Fluß und Gärten."

Für Kafka und sein Werk ist es natürlich unerheblich, ob der Fluss nun Luschnitz oder Lainsitz hieß. Für den Fluss aber...

Planá nad Lužnicí auf alten Fotographien.
Stadt Planá nad Lužnicí

Jede Menge historischer Fotos der Lainsitz!

Mai 17th, 2005

Durch Zufall stieß ich auf die Website mit historischen Aufnahmen des Fotoateliers Šechtl & Voseček in Tábor. Unter den vielen Aufnahmen findet man natürlich jede Mege historischer Fotos der Lainsitz!

Ausflug an der Lainsitz Bechyně

Turistic trail from Tábor to Bechyně (built 1903)
Views of the Lužnice river
Building first electric railway from Tábor to Bechyně 1902
Around Lužnice river
Planá nad Lužnicí
Veselí nad Lužnicí
Mills

So sähe die Karte heute aus...

Mai 15th, 2005

Gmünd heute