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		<title>Lainsitztal-Blog: Zur&#252;ck in die Geschichte!</title>
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		<description>Journal eines Strampelns nach Gl&#252;ck</description>
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			<title>Land-Zeitung: 30.M&#228;rz 1938</title>
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			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:58:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">Gm&#252;nd</category>
<category domain="main">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">59@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: medium;&quot;&gt;Gm&amp;#252;nd&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Todesfall.&lt;/strong&gt; Hochbetagt&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Unsere stramme SA&lt;/strong&gt; unternimmt Propagandafahrten mit Auto, Motorrad und Fahrrad in die umliegenden Ortschaften, um das Landvolk aufzukl&amp;#228;ren. Geradezu Schaudergeschichten erz&amp;#228;hlte man den Bauern und B&amp;#228;uerinnen. Unter anderem wurde vielfach gelogen, da&amp;#223; das Kirchengehen abkomme, da&amp;#223; in den Kirchen nicht mehr gel&amp;#228;utet werden d&amp;#252;rfe und anderer Unsinn mehr. Mit allen Mitteln der Verlogenheit wurde gearbeitet, um das Volk an Schuschnigg zu ketten. Kein Mittel war zu schlecht, um nicht angewendet zu werden und werden jetzt noch im Geheimen angewendet. Unsere stramme SA wird aber daf&amp;#252;r sorgen, da&amp;#223; die Wahrheit bekannt wird. Am 10. April soll jeder W&amp;#228;hler genau unterrichtet sein, damit er mit voller ehrlicher &amp;#220;berzeugung seine Stimme f&amp;#252;r unseren F&amp;#252;hrer Adolf Hitler abgeben kann. Auch die neuen B&amp;#252;rgermeister werden Sorge tragen, da&amp;#223; die Wahrheit siege und die Falschheit und Verleumdung unterliege und in die geb&amp;#252;hrenden Schranken gewiesen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Verschiedenes. &lt;/strong&gt;Die j&amp;#252;dischen &lt;a href=&quot;/blog/index.php/landzeitung-30-maerz1938#loewy&quot;&gt;Firmen L&amp;#246;wy, Reich und J. Schwarz&lt;/a&gt; wurden unter arischer Leitung gestellt. &amp;#8211; Unsere stramme SS erhielt bereits schmucke Uniformen, welchen den schlanken jungen M&amp;#228;nnern vorz&amp;#252;glich passen. Die Sammlungen in den einzelnen Ortschaften werden planm&amp;#228;&amp;#223;ig durchgef&amp;#252;hrt und flie&amp;#223;en die Spenden der diensthabenden SA und SS zu. Pg. Herr Oberlehrer Br&amp;#252;ndl, ein geborener Gm&amp;#252;nder, ist unerm&amp;#252;dlich t&amp;#228;tig, die Bev&amp;#246;lkerung aufzukl&amp;#228;ren und h&amp;#228;lt massenhaft besuchte Versammlungen ab. Er wurde von dem fr&amp;#252;heren Regime mit Ha&amp;#223; und Ma&amp;#223;regelung verfolgt. Als Dietwart des Deutschen Turnvereines Gm&amp;#252;nd ist er allen in bester Erinnerung, da er ein vorz&amp;#252;glicher, mit gro&amp;#223;em Wissen ausgestatteter Redner ist. Pg. Walter Weiner, welcher ebenfalls ein strammer Turner war, ist in Wien NSBO-Leiter seiner Firma, welche seit Jahren die gr&amp;#246;&amp;#223;te Reklame(Lichtreklame)-Firma Wiens ist. Der einzige arische Rechtsanwalt in Gm&amp;#252;nd ist Pg. Dr. E. Wais, in dessen Kanzlei auch Pg. Dr. Schrattel, dessen schneidigen Reden den Gerichtssaalbesuchern bekannt sind. &amp;#8211; Der n&amp;#228;chste Jahrmarkt findet am 12. April in Gm&amp;#252;nd 2 (Neustadt) statt und wird hoffentlich von vielen arischen Marktfieranten und K&amp;#228;ufern besucht. Es ist ja die Osterwoche. Das st&amp;#228;dtische Museum ist wieder jeden Sonn- und Feiertag ge&amp;#246;ffnet und vers&amp;#228;ume keiner den Besuch desselben. Er wird dadurch unsere deutsche Stadt besser kennen lernen. &amp;#8211; Unsere strammen SA- und SS-M&amp;#228;nner und die Hitlerjugend, zu der ein gro&amp;#223;er Zulauf herrscht, veranstaltete am 24.d. abends einen gro&amp;#223;en Propagandazug durch die Stadt. Die Beteiligung bewies wieder gl&amp;#228;nzend, da&amp;#223; die neue Zeit in Gm&amp;#252;nd verstanden und freudig begr&amp;#252;&amp;#223;t wird.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;F&amp;#252;r Kinofreunde&lt;/strong&gt; k&amp;#246;nnen wir die erfreuliche Mitteilung machen, da&amp;#223; die Direktion des Apollokinos in Gm&amp;#252;nd 2 mit den gro&amp;#223;en deutschen Filmgesellschaften abgeschlossen hat und in K&amp;#252;rze gro&amp;#223;e deutsche Filme bringen wird, was gewi&amp;#223; von allen Kinobesuchern freudigst begr&amp;#252;&amp;#223;t werden wird. Das Kino ist ja auch ein Unternehmen, welches nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Belehrung dienen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Verschiedenes. &lt;/strong&gt;Der neue Gemeindeverwalter der Stadt Gm&amp;#252;nd, Oberlehrer Pany, wird t&amp;#228;glich von halb 10 bis 11 Uhr vorm. in der Gemeindekanzlei zu sprechen sein. F&amp;#252;r die Neustadt bleiben folgende F&amp;#252;rsorger&amp;#228;te: Dachdeckermeister Speichler, Glasermeister Boigner und Textilarbeiter Wei&amp;#223;enb&amp;#246;ck. Zum Kommiss&amp;#228;r f&amp;#252;r die F&amp;#252;rsorge wurde Herr Josef Strobl bestellt. Der fr&amp;#252;here Obmann der F&amp;#252;rsorge bekleidet deshalb keine Funktion mehr in diesem Amte. Die Stra&amp;#223;enaufsicht f&amp;#252;hrt Herr B.B-Pensionist Fegerl. Die Aufsicht &amp;#252;ber die hiesige Holzwarenfabrik hat Herr Buchhalter Fegerl &amp;#252;bernommen. Die F&amp;#252;rsorge f&amp;#252;r die Frauen und Kinder haben die beiden Frauen Birgfellner und Frau Ing. Leyrer &amp;#252;bernommen. Auch Frau Speil, Riedl usw. stellten sich bereitwilligst in den Dienst der gro&amp;#223;en Sache.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Frecher Diebstahl am hellichten Tage.&lt;/strong&gt; Dem Gastwirt Neuwirth in &amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&amp;#8230;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Jeder Deutsche lese die &amp;#8222;Land-Zeitung&amp;#8220;. &lt;/strong&gt;Sie hat auch in der schweren Zeit stets stramm deutsch geschrieben und wurde streng verfolgt und empfindlich bestraft. Man erinnere sich nur an die hohe Strafe &amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Deutschland- und das sch&amp;#246;ne Horst-Wessellied&lt;/strong&gt; bekommt man um je 4 Groschen bei der Buchhandlung Berger in Gm&amp;#252;nd. Das Lied wird nun auch in den Schulen eifrig gepflegt. Ein Lehrer sagte uns, da&amp;#223; er wieder mit Freude in die Schule gehe, da&amp;#223; man wieder auflebe nach jahrelanger Knechtschaft. Er sagte, jetzt freue ihn wieder das Unterrichten. Gewi&amp;#223;, der Lehrstand hat unter der Knute arg gelitten und jede freie Regung wurde streng und ungerecht bestraft. Man wollte wieder den Lehrer zum B&amp;#252;ttel herunterdr&amp;#252;cken. Gottlob ist dies nun auch endg&amp;#252;ltig vor&amp;#252;ber. Selbst Geistliche gr&amp;#252;&amp;#223;en mit Freude den Hitlergru&amp;#223;; solche Priester wird man stets in Ehren halten, denn sie sind Volkslehrer und Berater und mi&amp;#223;brauchen nicht die Religion zur Politik. Deutsche Priester wird man stets ehren! Wir wollen unsere Jugend zu ehrlichen, aufrechten Menschen erziehen, nicht zu Heuchlern und scheinheiligen Kreaturen. Der F&amp;#252;hrer will Tatchristen von tiefer wahrer Religiosit&amp;#228;t.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Apollotonkino Gm&amp;#252;nd 2.&lt;/strong&gt; Mittwoch, den 30.d. &amp;#8222;Das Herz der Welt&amp;#8220; (Lloyds in London), mit Tyrone Power, Madeleine Carrol, Freddie Bartholomeo, ein gigantischer Film, in dem die Geschichte des gr&amp;#246;&amp;#223;ten Spiel- und Weltkonzerns erz&amp;#228;hlt wird. Samstag, den 2. April und Sonntag, den 3. April er gro&amp;#223;e Ausstattungsfilm der Ufa &amp;#8222;Gasparone&amp;#8220;, nach der ber&amp;#252;hmten Operette von Mill&amp;#246;cker, mit Marika R&amp;#246;kk und Leo Slezak.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Nun sind auch in Gm&amp;#252;nd&lt;/strong&gt; alle j&amp;#252;dischen Gesch&amp;#228;fte durch Anbringen von gro&amp;#223;en Zetteln mit der Aufschrift &amp;#8222;J&amp;#252;disches Gesch&amp;#228;ft&amp;#8220; erkenntlich gemacht. Alle werden dadurch ihre Kunden verlieren, denn die Parole hei&amp;#223;t: &amp;#8222;Kauft nur bei Ariern!&amp;#8220; Wie wir h&amp;#246;ren, wollen manche Juden Gm&amp;#252;nd verlassen. Nur wissen sie nicht, wohin. Auch die j&amp;#252;dischen Kaufh&amp;#228;user in den St&amp;#228;dten der Umgebung, z.B. in Schrems, Weitra, Litschau u.a. tragen &amp;#228;hnliche Kennzeichnungen. Die B&amp;#228;cker dr&amp;#252;ben klagen schon, da&amp;#223; ihnen jetzt das Brot &amp;#252;brig bleibt, das fr&amp;#252;her Staatsangestellte und Pensionisten her&amp;#252;ber trugen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Hakenkreuze.&lt;/strong&gt; Man sieht jetzt bereits keinen Menschen, der nicht das Hakenkreuz an der Brust tr&amp;#228;gt. Die ersten bekam man beim hiesigen Uhrmacher Hans Temper in Gm&amp;#252;nd 2, als sich noch manche nicht getrauten, das deutsche Hoheitsabzeichen zu tragen. (Gleich nach der Rede des Dr. Jury). Herr Temper war bald ausverkauft, obwohl er einige tausend St&amp;#252;ck hatte. Das partei&amp;#228;mtliche Abzeichen war zu dieser Zeit noch verboten, wurde aber doch von manchem hervorgesucht und aufgesteckt. Bald ergriffen Arbeitslose die Gelegenheit, einige Groschen zu verdienen und schnitten das Abzeichen aus Wei&amp;#223;blech, Kupferblech etc. aus und boten es zum Kaufe an. Niemand wies sie ab. Aber auch die Spengler und andere Gesch&amp;#228;fte erzeugten Hakenkreuzabzeichen, soda&amp;#223; bald der Bedarf gedeckt war. Die Fa. Baumann arbeitete schon wochenlang an der Erzeugung von Hakenkreuzfahnen, war aber bald ausverkauft. Frauen und M&amp;#228;dchen stellten sich in den Dienst und n&amp;#228;hten flei&amp;#223;ig die Hoheitszeichen an den Fahnenstoff. Die rot-wei&amp;#223;-roten Fahnen wurden bald in schwarzwei&amp;#223;rote verwandelt, denn der rote Fahnenstoff war nirgends zu haben. Die F&amp;#228;rberei kam mit dem F&amp;#228;rben nicht nach. Frau Ing. Leyrer nimmt als Leiterin die Einschreibungen vor und die deutschen Frauen eilen herbei, um der hehren Idee dienen zu k&amp;#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;An das Deutschtum,&lt;/strong&gt; hei&amp;#223;t ein prachtvolles Gedicht unserer bekannten Heimatdichterin Christl Schraufek-Troeger, welches die Dichterin in Form einer mit Hakenkreuz gezierten Postkarte im Selbstverlage herausgibt. Jeder Waldviertler, welcher Freunde in der Fremde hat, wird mit Freude diese Karte ben&amp;#252;tzen, da die Verse von wahrer Heimatliebe und Treue zum Volke gl&amp;#252;hen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;In der ernsten Zeit&lt;/strong&gt; fehlt es nicht an Witzbolden. So las man unl&amp;#228;ngst nahe der Grenze folgendes Verslein: Fuchs, du hast das Land gestohlen, gib es wieder her, sonst wird dich der Hitler holen, mit seinem braunen Heer. Manche Deutsche von dr&amp;#252;ben bleiben den ganzen Tag bei uns, sie f&amp;#252;hlen sich jetzt hier wohl und hoffen sehnsuchtsvoll, da&amp;#223; auch ihnen die Erl&amp;#246;sung naht. Es hat sich eben jetzt wieder gl&amp;#228;nzend bewiesen, da&amp;#223; Gewalt und Brutalit&amp;#228;t ein Ende nehmen mu&amp;#223;.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Zum Stadtverwalter&lt;/strong&gt; wurde Herr Oberlehrer i.R. Karl Pany ernannt. Herr Pany war schon einmal B&amp;#252;rgermeister und wurde bei der Aufl&amp;#246;sung der NSDAP seines Amtes enthoben. Die meisten W&amp;#228;hler in Gm&amp;#252;nd bedauerten szt. die Abdankung des strammen Mannes und sind erfreut, ihn nun wieder an der Spitze der Gemeinde zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Ausgabe einer Sonderbriefmarke zu 6 Rpf. aus Anla&amp;#223; der Volksabstimmung am 10. April 1938.&lt;/strong&gt; &amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Stadttonkino.&lt;/strong&gt; Heute, Mittwoch, den 30.d. &amp;#8222;Silhouetten&amp;#8220;, ein sch&amp;#246;ner Wiener Film&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name=&quot;loewy&quot;&gt;&lt;/a&gt;&amp;#220;ber die Firma L&amp;#246;wy&amp;#160;und Sohn erf&amp;#228;hrt man bei Pollero&amp;#223; (Die Erinnerung tut zu weh, S.43): &amp;#8222;Die Lebensmittelhandlung E. L&amp;#246;wy &amp;amp; Sohn wurde bis zur &amp;#8218;Arisierung&amp;#8216; im Jahre 1938 von den Br&amp;#252;dern Hermann und Karl L&amp;#246;wy gef&amp;#252;hrt und besch&amp;#228;ftigte ungef&amp;#228;hr zwanzig Mitarbeiter. Hermann fl&amp;#252;chtete mit seiner Gattin in die USA, Karl konnte &amp;#252;ber England nach Pal&amp;#228;stina auswandern, w&amp;#228;hrend seine Frau Magda, eine geb&amp;#252;rtige Ungarin, in ihrer Heimat als U-Boot &amp;#252;berlebte. Die beiden Eigent&amp;#252;mer kehrten 1946/47 nach Gm&amp;#252;nd zur&amp;#252;ck und f&amp;#252;hrten das Unternehmen bis zur Pensionierung im Jahre 1975 weiter.&amp;#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Firma Reich aus Gm&amp;#252;nd wird unter den Waldviertler Leder- und Fellh&amp;#228;ndlern aufgez&amp;#228;hlt. (Pollero&amp;#223;, S.114)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel mehr erf&amp;#228;hrt man &amp;#252;ber die Firma Schwarz. Pollero&amp;#223; kann sich auf einen Bericht von Franz Chaloupek, den sp&amp;#228;teren langj&amp;#228;hrigen B&amp;#252;rgermeister von Gm&amp;#252;nd st&amp;#252;tzen, der als junger Mann in dieser Firma angestellt war und den Raub der Eigent&amp;#252;mer selbst miterleben musste. Fotos des Ladens am Gm&amp;#252;nder Stadtplatz sind im Buch abgedruckt. &amp;#220;ber das Schicksal der Familie Schwarz: &amp;#8222;W&amp;#228;hrend der 18j&amp;#228;hrige Sohn des Gesch&amp;#228;ftsinhabers, Otto Schwarz, noch im Jahr 1938 nach Shanghai fl&amp;#252;chten konnte, heiratete die Tochter Anni, Jahrgang 1915, damals den j&amp;#252;dischen Arzt Dr. Finale(*). Das Ehepaar fl&amp;#252;chtete nach Frankreich, wurde jedoch nach der Invasion von der SS in Grenoble aufgegriffen und erschossen. Ihre zwei Kinder wurden von franz&amp;#246;sischen Widerstandsk&amp;#228;mpfern in ein Kloster nach Spanien gebracht. Friedrich Schwarz und seine Gattin Irma wohnten bis 1944 in einem Haus in der Praterstra&amp;#223;e in Wien, wurden nach Minsk deportiert und kamen dort ums Leben.&amp;#8220; (Pollero&amp;#223;, S.32)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(*) &quot;Dr. Finale&quot; muss richtig hei&amp;#223;en &quot;Dr. Finaly&quot;! Die beiden Kinder von Fritz und Anni Finaly, &amp;#65279;Robert und Gerald, konnten nach dem Krieg nur schwer wieder dem katholischen Internat entrissen werden und zu nahen Verwandten kommen. Die Geschichte unter dem Namen &quot;&lt;a href=&quot;http://isurvived.org/2Postings/Finaly-affair.html&quot;&gt;Finaly Aff&amp;#228;re&lt;/a&gt;&quot; erregte in Frankreich einige Aufmerksamkeit. Sogar ein &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25655934.html&quot;&gt;Spiegel-Artikel&lt;/a&gt; erschien 1953 dazu! Die Universit&amp;#228;t Wien hat Dr. Finaly in ihr &lt;a href=&quot;http://gedenkbuch.univie.ac.at/index.php?id=435&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;person_single_id=22796&amp;amp;person_name=&amp;amp;person_geburtstag_tag=not_selected&amp;amp;person_geburtstag_monat=not_selected&amp;amp;person_geburtstag_jahr=not_selected&amp;amp;person_fakultaet=not_selected&amp;amp;person_kategorie=not_selected&amp;amp;person_volltextsuche=&amp;amp;search_person.x=1&amp;amp;result_page=29&quot;&gt;Gedenkbuch &lt;/a&gt;aufgenommen, dort findet man auch ein Foto von ihm zusammen mit seiner Frau. Beide kamen in Ausschwitz ums Leben und wurden nicht, wie Pollero&amp;#223; meint erschossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der vorigen Ausabe der Land-Zeitung wurde von der vor&amp;#252;bergehnenden Festnahme eine Sohnes von Josef Schwarz wegen kritischer &amp;#196;usserungen gegen die neuen Machthaber berichtet. Es ist nicht ganz klar, ob damit etwa Friedrich Schwarz gemeint war. Die Firmenbezeichnung war jedenfalls &quot;J. Schwarz und Sohn&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/landzeitung-30-maerz1938&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<hr />
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: medium;">Gm&#252;nd</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Todesfall.</strong> Hochbetagt&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Unsere stramme SA</strong> unternimmt Propagandafahrten mit Auto, Motorrad und Fahrrad in die umliegenden Ortschaften, um das Landvolk aufzukl&#228;ren. Geradezu Schaudergeschichten erz&#228;hlte man den Bauern und B&#228;uerinnen. Unter anderem wurde vielfach gelogen, da&#223; das Kirchengehen abkomme, da&#223; in den Kirchen nicht mehr gel&#228;utet werden d&#252;rfe und anderer Unsinn mehr. Mit allen Mitteln der Verlogenheit wurde gearbeitet, um das Volk an Schuschnigg zu ketten. Kein Mittel war zu schlecht, um nicht angewendet zu werden und werden jetzt noch im Geheimen angewendet. Unsere stramme SA wird aber daf&#252;r sorgen, da&#223; die Wahrheit bekannt wird. Am 10. April soll jeder W&#228;hler genau unterrichtet sein, damit er mit voller ehrlicher &#220;berzeugung seine Stimme f&#252;r unseren F&#252;hrer Adolf Hitler abgeben kann. Auch die neuen B&#252;rgermeister werden Sorge tragen, da&#223; die Wahrheit siege und die Falschheit und Verleumdung unterliege und in die geb&#252;hrenden Schranken gewiesen werden.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Verschiedenes. </strong>Die j&#252;dischen <a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/landzeitung-30-maerz1938#loewy">Firmen L&#246;wy, Reich und J. Schwarz</a> wurden unter arischer Leitung gestellt. &#8211; Unsere stramme SS erhielt bereits schmucke Uniformen, welchen den schlanken jungen M&#228;nnern vorz&#252;glich passen. Die Sammlungen in den einzelnen Ortschaften werden planm&#228;&#223;ig durchgef&#252;hrt und flie&#223;en die Spenden der diensthabenden SA und SS zu. Pg. Herr Oberlehrer Br&#252;ndl, ein geborener Gm&#252;nder, ist unerm&#252;dlich t&#228;tig, die Bev&#246;lkerung aufzukl&#228;ren und h&#228;lt massenhaft besuchte Versammlungen ab. Er wurde von dem fr&#252;heren Regime mit Ha&#223; und Ma&#223;regelung verfolgt. Als Dietwart des Deutschen Turnvereines Gm&#252;nd ist er allen in bester Erinnerung, da er ein vorz&#252;glicher, mit gro&#223;em Wissen ausgestatteter Redner ist. Pg. Walter Weiner, welcher ebenfalls ein strammer Turner war, ist in Wien NSBO-Leiter seiner Firma, welche seit Jahren die gr&#246;&#223;te Reklame(Lichtreklame)-Firma Wiens ist. Der einzige arische Rechtsanwalt in Gm&#252;nd ist Pg. Dr. E. Wais, in dessen Kanzlei auch Pg. Dr. Schrattel, dessen schneidigen Reden den Gerichtssaalbesuchern bekannt sind. &#8211; Der n&#228;chste Jahrmarkt findet am 12. April in Gm&#252;nd 2 (Neustadt) statt und wird hoffentlich von vielen arischen Marktfieranten und K&#228;ufern besucht. Es ist ja die Osterwoche. Das st&#228;dtische Museum ist wieder jeden Sonn- und Feiertag ge&#246;ffnet und vers&#228;ume keiner den Besuch desselben. Er wird dadurch unsere deutsche Stadt besser kennen lernen. &#8211; Unsere strammen SA- und SS-M&#228;nner und die Hitlerjugend, zu der ein gro&#223;er Zulauf herrscht, veranstaltete am 24.d. abends einen gro&#223;en Propagandazug durch die Stadt. Die Beteiligung bewies wieder gl&#228;nzend, da&#223; die neue Zeit in Gm&#252;nd verstanden und freudig begr&#252;&#223;t wird.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>F&#252;r Kinofreunde</strong> k&#246;nnen wir die erfreuliche Mitteilung machen, da&#223; die Direktion des Apollokinos in Gm&#252;nd 2 mit den gro&#223;en deutschen Filmgesellschaften abgeschlossen hat und in K&#252;rze gro&#223;e deutsche Filme bringen wird, was gewi&#223; von allen Kinobesuchern freudigst begr&#252;&#223;t werden wird. Das Kino ist ja auch ein Unternehmen, welches nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Belehrung dienen soll.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Verschiedenes. </strong>Der neue Gemeindeverwalter der Stadt Gm&#252;nd, Oberlehrer Pany, wird t&#228;glich von halb 10 bis 11 Uhr vorm. in der Gemeindekanzlei zu sprechen sein. F&#252;r die Neustadt bleiben folgende F&#252;rsorger&#228;te: Dachdeckermeister Speichler, Glasermeister Boigner und Textilarbeiter Wei&#223;enb&#246;ck. Zum Kommiss&#228;r f&#252;r die F&#252;rsorge wurde Herr Josef Strobl bestellt. Der fr&#252;here Obmann der F&#252;rsorge bekleidet deshalb keine Funktion mehr in diesem Amte. Die Stra&#223;enaufsicht f&#252;hrt Herr B.B-Pensionist Fegerl. Die Aufsicht &#252;ber die hiesige Holzwarenfabrik hat Herr Buchhalter Fegerl &#252;bernommen. Die F&#252;rsorge f&#252;r die Frauen und Kinder haben die beiden Frauen Birgfellner und Frau Ing. Leyrer &#252;bernommen. Auch Frau Speil, Riedl usw. stellten sich bereitwilligst in den Dienst der gro&#223;en Sache.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Frecher Diebstahl am hellichten Tage.</strong> Dem Gastwirt Neuwirth in &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>&#8230;</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Jeder Deutsche lese die &#8222;Land-Zeitung&#8220;. </strong>Sie hat auch in der schweren Zeit stets stramm deutsch geschrieben und wurde streng verfolgt und empfindlich bestraft. Man erinnere sich nur an die hohe Strafe &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Das Deutschland- und das sch&#246;ne Horst-Wessellied</strong> bekommt man um je 4 Groschen bei der Buchhandlung Berger in Gm&#252;nd. Das Lied wird nun auch in den Schulen eifrig gepflegt. Ein Lehrer sagte uns, da&#223; er wieder mit Freude in die Schule gehe, da&#223; man wieder auflebe nach jahrelanger Knechtschaft. Er sagte, jetzt freue ihn wieder das Unterrichten. Gewi&#223;, der Lehrstand hat unter der Knute arg gelitten und jede freie Regung wurde streng und ungerecht bestraft. Man wollte wieder den Lehrer zum B&#252;ttel herunterdr&#252;cken. Gottlob ist dies nun auch endg&#252;ltig vor&#252;ber. Selbst Geistliche gr&#252;&#223;en mit Freude den Hitlergru&#223;; solche Priester wird man stets in Ehren halten, denn sie sind Volkslehrer und Berater und mi&#223;brauchen nicht die Religion zur Politik. Deutsche Priester wird man stets ehren! Wir wollen unsere Jugend zu ehrlichen, aufrechten Menschen erziehen, nicht zu Heuchlern und scheinheiligen Kreaturen. Der F&#252;hrer will Tatchristen von tiefer wahrer Religiosit&#228;t.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Apollotonkino Gm&#252;nd 2.</strong> Mittwoch, den 30.d. &#8222;Das Herz der Welt&#8220; (Lloyds in London), mit Tyrone Power, Madeleine Carrol, Freddie Bartholomeo, ein gigantischer Film, in dem die Geschichte des gr&#246;&#223;ten Spiel- und Weltkonzerns erz&#228;hlt wird. Samstag, den 2. April und Sonntag, den 3. April er gro&#223;e Ausstattungsfilm der Ufa &#8222;Gasparone&#8220;, nach der ber&#252;hmten Operette von Mill&#246;cker, mit Marika R&#246;kk und Leo Slezak.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Nun sind auch in Gm&#252;nd</strong> alle j&#252;dischen Gesch&#228;fte durch Anbringen von gro&#223;en Zetteln mit der Aufschrift &#8222;J&#252;disches Gesch&#228;ft&#8220; erkenntlich gemacht. Alle werden dadurch ihre Kunden verlieren, denn die Parole hei&#223;t: &#8222;Kauft nur bei Ariern!&#8220; Wie wir h&#246;ren, wollen manche Juden Gm&#252;nd verlassen. Nur wissen sie nicht, wohin. Auch die j&#252;dischen Kaufh&#228;user in den St&#228;dten der Umgebung, z.B. in Schrems, Weitra, Litschau u.a. tragen &#228;hnliche Kennzeichnungen. Die B&#228;cker dr&#252;ben klagen schon, da&#223; ihnen jetzt das Brot &#252;brig bleibt, das fr&#252;her Staatsangestellte und Pensionisten her&#252;ber trugen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Hakenkreuze.</strong> Man sieht jetzt bereits keinen Menschen, der nicht das Hakenkreuz an der Brust tr&#228;gt. Die ersten bekam man beim hiesigen Uhrmacher Hans Temper in Gm&#252;nd 2, als sich noch manche nicht getrauten, das deutsche Hoheitsabzeichen zu tragen. (Gleich nach der Rede des Dr. Jury). Herr Temper war bald ausverkauft, obwohl er einige tausend St&#252;ck hatte. Das partei&#228;mtliche Abzeichen war zu dieser Zeit noch verboten, wurde aber doch von manchem hervorgesucht und aufgesteckt. Bald ergriffen Arbeitslose die Gelegenheit, einige Groschen zu verdienen und schnitten das Abzeichen aus Wei&#223;blech, Kupferblech etc. aus und boten es zum Kaufe an. Niemand wies sie ab. Aber auch die Spengler und andere Gesch&#228;fte erzeugten Hakenkreuzabzeichen, soda&#223; bald der Bedarf gedeckt war. Die Fa. Baumann arbeitete schon wochenlang an der Erzeugung von Hakenkreuzfahnen, war aber bald ausverkauft. Frauen und M&#228;dchen stellten sich in den Dienst und n&#228;hten flei&#223;ig die Hoheitszeichen an den Fahnenstoff. Die rot-wei&#223;-roten Fahnen wurden bald in schwarzwei&#223;rote verwandelt, denn der rote Fahnenstoff war nirgends zu haben. Die F&#228;rberei kam mit dem F&#228;rben nicht nach. Frau Ing. Leyrer nimmt als Leiterin die Einschreibungen vor und die deutschen Frauen eilen herbei, um der hehren Idee dienen zu k&#246;nnen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>An das Deutschtum,</strong> hei&#223;t ein prachtvolles Gedicht unserer bekannten Heimatdichterin Christl Schraufek-Troeger, welches die Dichterin in Form einer mit Hakenkreuz gezierten Postkarte im Selbstverlage herausgibt. Jeder Waldviertler, welcher Freunde in der Fremde hat, wird mit Freude diese Karte ben&#252;tzen, da die Verse von wahrer Heimatliebe und Treue zum Volke gl&#252;hen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>In der ernsten Zeit</strong> fehlt es nicht an Witzbolden. So las man unl&#228;ngst nahe der Grenze folgendes Verslein: Fuchs, du hast das Land gestohlen, gib es wieder her, sonst wird dich der Hitler holen, mit seinem braunen Heer. Manche Deutsche von dr&#252;ben bleiben den ganzen Tag bei uns, sie f&#252;hlen sich jetzt hier wohl und hoffen sehnsuchtsvoll, da&#223; auch ihnen die Erl&#246;sung naht. Es hat sich eben jetzt wieder gl&#228;nzend bewiesen, da&#223; Gewalt und Brutalit&#228;t ein Ende nehmen mu&#223;.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Zum Stadtverwalter</strong> wurde Herr Oberlehrer i.R. Karl Pany ernannt. Herr Pany war schon einmal B&#252;rgermeister und wurde bei der Aufl&#246;sung der NSDAP seines Amtes enthoben. Die meisten W&#228;hler in Gm&#252;nd bedauerten szt. die Abdankung des strammen Mannes und sind erfreut, ihn nun wieder an der Spitze der Gemeinde zu sehen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ausgabe einer Sonderbriefmarke zu 6 Rpf. aus Anla&#223; der Volksabstimmung am 10. April 1938.</strong> &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Stadttonkino.</strong> Heute, Mittwoch, den 30.d. &#8222;Silhouetten&#8220;, ein sch&#246;ner Wiener Film&#8230;</p>
<hr />
<p><a name="loewy"></a>&#220;ber die Firma L&#246;wy&#160;und Sohn erf&#228;hrt man bei Pollero&#223; (Die Erinnerung tut zu weh, S.43): &#8222;Die Lebensmittelhandlung E. L&#246;wy &amp; Sohn wurde bis zur &#8218;Arisierung&#8216; im Jahre 1938 von den Br&#252;dern Hermann und Karl L&#246;wy gef&#252;hrt und besch&#228;ftigte ungef&#228;hr zwanzig Mitarbeiter. Hermann fl&#252;chtete mit seiner Gattin in die USA, Karl konnte &#252;ber England nach Pal&#228;stina auswandern, w&#228;hrend seine Frau Magda, eine geb&#252;rtige Ungarin, in ihrer Heimat als U-Boot &#252;berlebte. Die beiden Eigent&#252;mer kehrten 1946/47 nach Gm&#252;nd zur&#252;ck und f&#252;hrten das Unternehmen bis zur Pensionierung im Jahre 1975 weiter.&#8220;</p>
<p>Eine Firma Reich aus Gm&#252;nd wird unter den Waldviertler Leder- und Fellh&#228;ndlern aufgez&#228;hlt. (Pollero&#223;, S.114)</p>
<p>Viel mehr erf&#228;hrt man &#252;ber die Firma Schwarz. Pollero&#223; kann sich auf einen Bericht von Franz Chaloupek, den sp&#228;teren langj&#228;hrigen B&#252;rgermeister von Gm&#252;nd st&#252;tzen, der als junger Mann in dieser Firma angestellt war und den Raub der Eigent&#252;mer selbst miterleben musste. Fotos des Ladens am Gm&#252;nder Stadtplatz sind im Buch abgedruckt. &#220;ber das Schicksal der Familie Schwarz: &#8222;W&#228;hrend der 18j&#228;hrige Sohn des Gesch&#228;ftsinhabers, Otto Schwarz, noch im Jahr 1938 nach Shanghai fl&#252;chten konnte, heiratete die Tochter Anni, Jahrgang 1915, damals den j&#252;dischen Arzt Dr. Finale(*). Das Ehepaar fl&#252;chtete nach Frankreich, wurde jedoch nach der Invasion von der SS in Grenoble aufgegriffen und erschossen. Ihre zwei Kinder wurden von franz&#246;sischen Widerstandsk&#228;mpfern in ein Kloster nach Spanien gebracht. Friedrich Schwarz und seine Gattin Irma wohnten bis 1944 in einem Haus in der Praterstra&#223;e in Wien, wurden nach Minsk deportiert und kamen dort ums Leben.&#8220; (Pollero&#223;, S.32)</p>
<p>(*) "Dr. Finale" muss richtig hei&#223;en "Dr. Finaly"! Die beiden Kinder von Fritz und Anni Finaly, &#65279;Robert und Gerald, konnten nach dem Krieg nur schwer wieder dem katholischen Internat entrissen werden und zu nahen Verwandten kommen. Die Geschichte unter dem Namen "<a href="http://isurvived.org/2Postings/Finaly-affair.html">Finaly Aff&#228;re</a>" erregte in Frankreich einige Aufmerksamkeit. Sogar ein <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25655934.html">Spiegel-Artikel</a> erschien 1953 dazu! Die Universit&#228;t Wien hat Dr. Finaly in ihr <a href="http://gedenkbuch.univie.ac.at/index.php?id=435&amp;no_cache=1&amp;person_single_id=22796&amp;person_name=&amp;person_geburtstag_tag=not_selected&amp;person_geburtstag_monat=not_selected&amp;person_geburtstag_jahr=not_selected&amp;person_fakultaet=not_selected&amp;person_kategorie=not_selected&amp;person_volltextsuche=&amp;search_person.x=1&amp;result_page=29">Gedenkbuch </a>aufgenommen, dort findet man auch ein Foto von ihm zusammen mit seiner Frau. Beide kamen in Ausschwitz ums Leben und wurden nicht, wie Pollero&#223; meint erschossen.</p>
<p>In der vorigen Ausabe der Land-Zeitung wurde von der vor&#252;bergehnenden Festnahme eine Sohnes von Josef Schwarz wegen kritischer &#196;usserungen gegen die neuen Machthaber berichtet. Es ist nicht ganz klar, ob damit etwa Friedrich Schwarz gemeint war. Die Firmenbezeichnung war jedenfalls "J. Schwarz und Sohn".</p>
<hr /><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/landzeitung-30-maerz1938">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>Land-Zeitung, 23. M&#228;rz 1938: Amtsenthebungen, Festnahmen, Feste, Bef&#246;rderungen, Luis Trenker</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/land-zeitung-23-maerz-1938</link>
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:05:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">Gm&#252;nd</category>
<category domain="main">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">58@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Am 23. M&amp;#228;rz 1938 hei&amp;#223;t die Zeitung nur noch &amp;#8222;Land-Zeitung&amp;#8220;, das &amp;#8222;Nieder&amp;#246;sterreichische&amp;#8220; wurde schon aus dem Namen getilgt. Auf Seite 9 ist der Aufruf des Gauleiters B&amp;#252;rckels gro&amp;#223;&amp;#160;angebracht, in dem er ein &amp;#8222;&amp;#252;berw&amp;#228;ltigendes Ja&amp;#8220; zum Anschluss an Deutschland bei der Volksabstimmung am 10. April fordert. Darunter befinden sich folgende Lokalmeldungen:&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;Gm&amp;#252;nd. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die neue Zeit.&lt;/strong&gt; B&amp;#252;rgermeister Henebichler wurde seines Amtes enthoben. Auch der Obmann des F&amp;#252;rsorgerates mu&amp;#223;te seine Funktion zur&amp;#252;cklegen. Am 14. d. wurde wieder eine Winterhilfe verteilt. Am 15. d. erhielt jeder arme Arbeitslose ein Kilogramm Schweinefleisch unentgeltlich. Von allen Geb&amp;#228;uden wehen die Hakenkreuzfahnen. Am 14. d. fand eine Kundgebung mit Fackelzug statt. Noch nie hat Gm&amp;#252;nd eine solche Riesenmenge von Menschen gesehen. Drei Musikkapellen spielten. Die Fenster waren beleuchtet und man sah viele Hitlerbilder und B&amp;#252;sten. Gm&amp;#252;nd zeigte wieder, da&amp;#223; es eine deutsche Stadt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Ein freudiges Ereignis. &lt;/strong&gt;Dieser Tage kehrte der Storch beim hiesigen Zahntechniker Herrn Sepp Sch&amp;#228;l&amp;#223; in Gm&amp;#252;nd 2 ein und brachte einen kr&amp;#228;ftigen Jungen. Herr Sch&amp;#228;l&amp;#223; ist hier einer der treuesten, stramsten (so!) Nationalsozialisten. Wie bekannt wurde er vom fr&amp;#252;heren Regime verfolgt, sein Gesch&amp;#228;ft gesperrt, wurde zu einer Kerkerstrafe von einem Jahr verurteilt und erlangte nur durch die Amnestie wieder die Freiheit. Es ist ihm eine doppelte Freude, da&amp;#223; sein Spr&amp;#246;&amp;#223;ling gerade w&amp;#228;hrend der gr&amp;#246;&amp;#223;ten Zeit geboren wurde. Wir begl&amp;#252;ckw&amp;#252;nschen unseren lieben Gesinnungsgenossen und seine junge Frau zum &amp;#8218;Thronfolger&amp;#8216;. Mutter und Kind f&amp;#252;hlen sich wohl! Heil Sch&amp;#228;l&amp;#223;!&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Grenzsperre.&lt;/strong&gt; Am Samstag, den 12. D. wurde die Grenze gegen Tschechien gesperrt. Der Erfolg war f&amp;#252;r die Gm&amp;#252;nder B&amp;#228;cker ein &amp;#252;berraschender. Am Sonntag war in Gm&amp;#252;nd kein Laib Brot zu haben und die B&amp;#228;cker mu&amp;#223;ten am Sonntag backen. Sie haben seit langer Zeit nicht so viel Brot verkauft als jetzt. Der Grund war, da&amp;#223; die Leute kein Brot von Tschechien her&amp;#252;bertragen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Deutsche Sportvereinigung.&lt;/strong&gt; Die Hauptversammlung des Vereines findet Montag, den 28. d. im Gasthause Ludwig Fegerl, Gm&amp;#252;nd 1, statt. Beginn 7 Uhr. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu dieser wichtigen Versammlung unbedingt zu erscheinen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Mit besonderer Freude&lt;/strong&gt; wurde in Gm&amp;#252;nd die Nachricht aufgenommen, da&amp;#223; Herr Hofrat Dr. Hans Vogel jetzt die Leitung des Pr&amp;#228;sidiums der n.&amp;#246;. Landesregierung &amp;#252;bernommen hat. Herr Hofrat Dr. Vogel war gerade zur Besetzungszeit Bezirkshauptmann in Gm&amp;#252;nd und ist allen Personen in bester Erinnerung, da er sich stets als deutschgesinnt und sehr human bekannte und seine Gerechtigkeit besondere Anerkennung verdient. Die Gm&amp;#252;nder werden seiner in Ehren und Dankbarkeit gedenken.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Eingesperrt &lt;/strong&gt;wurde der hiesige Sohn des Josef Schwarz, da er sich in nicht wiederzugebender Weise &amp;#252;ber die jetzige Bewegung ausdr&amp;#252;ckte. Auch andere &amp;#8218;Standespersonen&amp;#8216; wurden in Schutzhaft genommen, einige aber nach kurzer Zeit wieder entlassen. Bei dem fr&amp;#252;heren Regime h&amp;#228;tten sie nichts zu lachen gehabt, wenn sie sich so verhalten h&amp;#228;tten. Frau Birgfellner (Riehl) welche wegen nat.-soz. Bet&amp;#228;tigung seinerzeit als Postbeamtin entlassen wurde, wurde wieder beim Postamte Gm&amp;#252;nd 2 eingestellt. Wie &amp;#252;berall, wurde die Gemeinde, Sparkasse, F&amp;#252;rsorge usw. von den Nationalsozialisten &amp;#252;bernommen und die fr&amp;#252;heren Amtswalter enthoben. &amp;#220;berall aber ging man &amp;#228;u&amp;#223;erst human vor. Unsere fr&amp;#252;heren SS- und SA-M&amp;#228;nner waren sofort zur Stelle und versehen ihren Dienst. Von Deutschland sind SS-M&amp;#228;nner nach Gm&amp;#252;nd per Auto gekommen, welche in ihren schmucken Uniformen Aufsehen erregen. Auch die j&amp;#252;dischen Rechtsanw&amp;#228;lte stehen unter Aufsicht. Auch die j&amp;#252;dischen &amp;#196;rzte erhielten eine Aufschrift, damit Fremde sie als Juden erkennen. Auch die Kanzleien der Juden Friedmann und Pollak stehen unter Aufsicht. Doktor Glaser ist bereits von Gm&amp;#252;nd abgefahren. Der fr&amp;#252;here Heimatsch&amp;#252;tzer Dr. Michl wurde zu drei Monat Haft verurteilt, da er sich in unanst&amp;#228;ndiger Weise gegen die Bewegung aussprach.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Von der Bezirksgewerbestelle Gm&amp;#252;nd. &lt;/strong&gt;Zum kommissarischen Obmann der Bezirksgewerbestelle Gm&amp;#252;nd wurde Pg. Ing. Anton Leyrer bestellt, der t&amp;#228;glich zwecks Ausk&amp;#252;nfte im Sekretariat in Gm&amp;#252;nd anwesend sein wird (9 bis 10 Uhr). Die Kanzleistunden des Sekretariates sind unver&amp;#228;ndert geblieben. T&amp;#228;glich von 8 bis 12, und 1 bis 5 Uhr und werden in dieser Zeit Ausk&amp;#252;nfte erteilt und die normalen Amtsgesch&amp;#228;fte erledigt. Die Gesch&amp;#228;fte der Z&amp;#252;nfte werden von kommissarisch bestellten Sachwalter weitergeleitet. Der bisherige Bezirksgewerbesekret&amp;#228;r Pg. SA-Scharf&amp;#252;hrer Dr. Walter Fuchs wurde nach Wien abberufen. Zum neuen Bezirksgewerbesekret&amp;#228;r wurde Pg. Diplomkaufmann Hermann Bradler bestellt und hat derselbe seine Amtsgesch&amp;#228;fte bereits angetreten. Bei einer Besprechung der kommissarisch bestellten Sachwalter dankte Pg. Ing. Leyrer Pg. Dr. Fuchs f&amp;#252;r seine T&amp;#228;tigkeit f&amp;#252;r das deutsche Handwerk des Grenzbezirkes, welche T&amp;#228;tigkeit trotz sch&amp;#228;rfsten Druckes immer im nationalen Sinne entfaltete. Insbesondere aber dankte er ihm f&amp;#252;r die unerm&amp;#252;dliche T&amp;#228;tigkeit f&amp;#252;r die Bewegung durch die ganze Verbotszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Gesundung. &lt;/strong&gt;Der hiesige Gastwirt&amp;#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Stadtkino. &lt;/strong&gt;Heute, Mittwoch 23. d., 3 Uhr, die lustige Filmkom&amp;#246;die &amp;#8218;Spiel an Bord&amp;#8216;. Sonntag, den 27. d., halb 3, 5 und 8 Uhr, und Montag, den 28. d., 8 Uhr Luis Trenkers gewaltigste Filmsch&amp;#246;pfung &amp;#8218;Der Berg ruft&amp;#8216;. Der Film ist jugendfrei!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/land-zeitung-23-maerz-1938&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. M&#228;rz 1938 hei&#223;t die Zeitung nur noch &#8222;Land-Zeitung&#8220;, das &#8222;Nieder&#246;sterreichische&#8220; wurde schon aus dem Namen getilgt. Auf Seite 9 ist der Aufruf des Gauleiters B&#252;rckels gro&#223;&#160;angebracht, in dem er ein &#8222;&#252;berw&#228;ltigendes Ja&#8220; zum Anschluss an Deutschland bei der Volksabstimmung am 10. April fordert. Darunter befinden sich folgende Lokalmeldungen:</p>
<hr />
<p style="padding-left: 30px;">Gm&#252;nd. <br /><strong>Die neue Zeit.</strong> B&#252;rgermeister Henebichler wurde seines Amtes enthoben. Auch der Obmann des F&#252;rsorgerates mu&#223;te seine Funktion zur&#252;cklegen. Am 14. d. wurde wieder eine Winterhilfe verteilt. Am 15. d. erhielt jeder arme Arbeitslose ein Kilogramm Schweinefleisch unentgeltlich. Von allen Geb&#228;uden wehen die Hakenkreuzfahnen. Am 14. d. fand eine Kundgebung mit Fackelzug statt. Noch nie hat Gm&#252;nd eine solche Riesenmenge von Menschen gesehen. Drei Musikkapellen spielten. Die Fenster waren beleuchtet und man sah viele Hitlerbilder und B&#252;sten. Gm&#252;nd zeigte wieder, da&#223; es eine deutsche Stadt ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ein freudiges Ereignis. </strong>Dieser Tage kehrte der Storch beim hiesigen Zahntechniker Herrn Sepp Sch&#228;l&#223; in Gm&#252;nd 2 ein und brachte einen kr&#228;ftigen Jungen. Herr Sch&#228;l&#223; ist hier einer der treuesten, stramsten (so!) Nationalsozialisten. Wie bekannt wurde er vom fr&#252;heren Regime verfolgt, sein Gesch&#228;ft gesperrt, wurde zu einer Kerkerstrafe von einem Jahr verurteilt und erlangte nur durch die Amnestie wieder die Freiheit. Es ist ihm eine doppelte Freude, da&#223; sein Spr&#246;&#223;ling gerade w&#228;hrend der gr&#246;&#223;ten Zeit geboren wurde. Wir begl&#252;ckw&#252;nschen unseren lieben Gesinnungsgenossen und seine junge Frau zum &#8218;Thronfolger&#8216;. Mutter und Kind f&#252;hlen sich wohl! Heil Sch&#228;l&#223;!</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Grenzsperre.</strong> Am Samstag, den 12. D. wurde die Grenze gegen Tschechien gesperrt. Der Erfolg war f&#252;r die Gm&#252;nder B&#228;cker ein &#252;berraschender. Am Sonntag war in Gm&#252;nd kein Laib Brot zu haben und die B&#228;cker mu&#223;ten am Sonntag backen. Sie haben seit langer Zeit nicht so viel Brot verkauft als jetzt. Der Grund war, da&#223; die Leute kein Brot von Tschechien her&#252;bertragen konnten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Deutsche Sportvereinigung.</strong> Die Hauptversammlung des Vereines findet Montag, den 28. d. im Gasthause Ludwig Fegerl, Gm&#252;nd 1, statt. Beginn 7 Uhr. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu dieser wichtigen Versammlung unbedingt zu erscheinen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Mit besonderer Freude</strong> wurde in Gm&#252;nd die Nachricht aufgenommen, da&#223; Herr Hofrat Dr. Hans Vogel jetzt die Leitung des Pr&#228;sidiums der n.&#246;. Landesregierung &#252;bernommen hat. Herr Hofrat Dr. Vogel war gerade zur Besetzungszeit Bezirkshauptmann in Gm&#252;nd und ist allen Personen in bester Erinnerung, da er sich stets als deutschgesinnt und sehr human bekannte und seine Gerechtigkeit besondere Anerkennung verdient. Die Gm&#252;nder werden seiner in Ehren und Dankbarkeit gedenken.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Eingesperrt </strong>wurde der hiesige Sohn des Josef Schwarz, da er sich in nicht wiederzugebender Weise &#252;ber die jetzige Bewegung ausdr&#252;ckte. Auch andere &#8218;Standespersonen&#8216; wurden in Schutzhaft genommen, einige aber nach kurzer Zeit wieder entlassen. Bei dem fr&#252;heren Regime h&#228;tten sie nichts zu lachen gehabt, wenn sie sich so verhalten h&#228;tten. Frau Birgfellner (Riehl) welche wegen nat.-soz. Bet&#228;tigung seinerzeit als Postbeamtin entlassen wurde, wurde wieder beim Postamte Gm&#252;nd 2 eingestellt. Wie &#252;berall, wurde die Gemeinde, Sparkasse, F&#252;rsorge usw. von den Nationalsozialisten &#252;bernommen und die fr&#252;heren Amtswalter enthoben. &#220;berall aber ging man &#228;u&#223;erst human vor. Unsere fr&#252;heren SS- und SA-M&#228;nner waren sofort zur Stelle und versehen ihren Dienst. Von Deutschland sind SS-M&#228;nner nach Gm&#252;nd per Auto gekommen, welche in ihren schmucken Uniformen Aufsehen erregen. Auch die j&#252;dischen Rechtsanw&#228;lte stehen unter Aufsicht. Auch die j&#252;dischen &#196;rzte erhielten eine Aufschrift, damit Fremde sie als Juden erkennen. Auch die Kanzleien der Juden Friedmann und Pollak stehen unter Aufsicht. Doktor Glaser ist bereits von Gm&#252;nd abgefahren. Der fr&#252;here Heimatsch&#252;tzer Dr. Michl wurde zu drei Monat Haft verurteilt, da er sich in unanst&#228;ndiger Weise gegen die Bewegung aussprach.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Von der Bezirksgewerbestelle Gm&#252;nd. </strong>Zum kommissarischen Obmann der Bezirksgewerbestelle Gm&#252;nd wurde Pg. Ing. Anton Leyrer bestellt, der t&#228;glich zwecks Ausk&#252;nfte im Sekretariat in Gm&#252;nd anwesend sein wird (9 bis 10 Uhr). Die Kanzleistunden des Sekretariates sind unver&#228;ndert geblieben. T&#228;glich von 8 bis 12, und 1 bis 5 Uhr und werden in dieser Zeit Ausk&#252;nfte erteilt und die normalen Amtsgesch&#228;fte erledigt. Die Gesch&#228;fte der Z&#252;nfte werden von kommissarisch bestellten Sachwalter weitergeleitet. Der bisherige Bezirksgewerbesekret&#228;r Pg. SA-Scharf&#252;hrer Dr. Walter Fuchs wurde nach Wien abberufen. Zum neuen Bezirksgewerbesekret&#228;r wurde Pg. Diplomkaufmann Hermann Bradler bestellt und hat derselbe seine Amtsgesch&#228;fte bereits angetreten. Bei einer Besprechung der kommissarisch bestellten Sachwalter dankte Pg. Ing. Leyrer Pg. Dr. Fuchs f&#252;r seine T&#228;tigkeit f&#252;r das deutsche Handwerk des Grenzbezirkes, welche T&#228;tigkeit trotz sch&#228;rfsten Druckes immer im nationalen Sinne entfaltete. Insbesondere aber dankte er ihm f&#252;r die unerm&#252;dliche T&#228;tigkeit f&#252;r die Bewegung durch die ganze Verbotszeit.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Gesundung. </strong>Der hiesige Gastwirt&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Stadtkino. </strong>Heute, Mittwoch 23. d., 3 Uhr, die lustige Filmkom&#246;die &#8218;Spiel an Bord&#8216;. Sonntag, den 27. d., halb 3, 5 und 8 Uhr, und Montag, den 28. d., 8 Uhr Luis Trenkers gewaltigste Filmsch&#246;pfung &#8218;Der Berg ruft&#8216;. Der Film ist jugendfrei!</p>
<hr /><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/land-zeitung-23-maerz-1938">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>N&#214; Land-Zeitung, 2. M&#228;rz 1938: R&#252;ckforderung der an die Tschechoslowakei gekommenen Gemeinden</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-2-maerz</link>
			<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:48:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">Gm&#252;nd</category>
<category domain="alt">Dampfs&#228;gewerk von L&#246;wy und Winterberg in Joachimstal</category>
<category domain="main">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">57@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Im Lokalteil f&amp;#252;r Gm&amp;#252;nd findet sich der Beitrag:&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&quot;&lt;strong&gt;Angst. &lt;/strong&gt;Der 12. Feber, welcher die politisch hochwichtige Aussprache bzw. &amp;#220;bereinkommen der beiden Staatsm&amp;#228;nner Dr. Schuschnigg und Hitler brachte, scheint manchen Grenzler von dr&amp;#252;ben in die Glieder gefahren zu sein. Allerlei Ger&amp;#252;chte von der R&amp;#252;ckgabe der uns von den Tschechen genommenen Gebiete (12 Gemeinden) durcheilen unsere Stadt. Gewi&amp;#223; ist aber das eine sicher: Eine Grenzrevision ist f&amp;#252;r uns notwendig; die deutsche Bev&amp;#246;lkerung, welche seinerzeit vertrieben wurde, verlangt diese. Hoffentlich kommt es auch in absehbarer Zeit zu einem gerechten Ausgleich in dieser Hinsicht. Die Ungerechtigkeiten m&amp;#252;ssen aus der Welt verschwinden und dazu geh&amp;#246;rt auch unsere Grenzfrage. Da&amp;#223; die &#039;Demokraten&#039; dr&amp;#252;ben verschnupft sind, ist ja nach den letzten Ereignissen begreiflich. Sie werden sich aber mit der gegebenen Tatsache abfinden m&amp;#252;ssen und damit zu rechnen haben. Was deutsch war, soll wieder deutsch werden, das ist eine gerechte Forderung aller, die die Gerechtigkeit lieben. Die Zeit wird auch dar&amp;#252;ber Klarheit bringen. Eine neue Zeit ist angebrochen! Ein Vertriebener.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-2-maerz&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Lokalteil f&#252;r Gm&#252;nd findet sich der Beitrag:</p>
<hr />
<p style="padding-left: 30px;">"<strong>Angst. </strong>Der 12. Feber, welcher die politisch hochwichtige Aussprache bzw. &#220;bereinkommen der beiden Staatsm&#228;nner Dr. Schuschnigg und Hitler brachte, scheint manchen Grenzler von dr&#252;ben in die Glieder gefahren zu sein. Allerlei Ger&#252;chte von der R&#252;ckgabe der uns von den Tschechen genommenen Gebiete (12 Gemeinden) durcheilen unsere Stadt. Gewi&#223; ist aber das eine sicher: Eine Grenzrevision ist f&#252;r uns notwendig; die deutsche Bev&#246;lkerung, welche seinerzeit vertrieben wurde, verlangt diese. Hoffentlich kommt es auch in absehbarer Zeit zu einem gerechten Ausgleich in dieser Hinsicht. Die Ungerechtigkeiten m&#252;ssen aus der Welt verschwinden und dazu geh&#246;rt auch unsere Grenzfrage. Da&#223; die 'Demokraten' dr&#252;ben verschnupft sind, ist ja nach den letzten Ereignissen begreiflich. Sie werden sich aber mit der gegebenen Tatsache abfinden m&#252;ssen und damit zu rechnen haben. Was deutsch war, soll wieder deutsch werden, das ist eine gerechte Forderung aller, die die Gerechtigkeit lieben. Die Zeit wird auch dar&#252;ber Klarheit bringen. Eine neue Zeit ist angebrochen! Ein Vertriebener."</p>
<hr /><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-2-maerz">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-2-maerz#comments</comments>
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		</item>
				<item>
			<title>N&#214; Land-Zeitung, 16. Februar 1938: Amnestie f&#252;r Illegale NSler</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-17</link>
			<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:34:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">HeimatForschung</category>
<category domain="main">Gm&#252;nd</category>
<category domain="alt">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">56@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Die Zeitung titelt mit &quot;Schuschnigg bei Hitler. Ein Besuch auf dem Obersalzberg.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Lokalteil f&amp;#252;r Gm&amp;#252;nd findet sich die interessante Kurzmeldung:&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&quot;&lt;strong&gt;Amnestie.&lt;/strong&gt; Auch f&amp;#252;r Gm&amp;#252;nd wirkte sich die letzterlassene Amnestie aus. Einige Gm&amp;#252;nder, welche wegen illegaler Bet&amp;#228;tigung in Haft waren, wurden aus derselben wieder entlassen. Sie waren zu drei Monaten Anhalt verurteilt.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-17&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitung titelt mit "Schuschnigg bei Hitler. Ein Besuch auf dem Obersalzberg."</p>
<p>Im Lokalteil f&#252;r Gm&#252;nd findet sich die interessante Kurzmeldung:</p>
<hr />
<p style="padding-left: 30px;">"<strong>Amnestie.</strong> Auch f&#252;r Gm&#252;nd wirkte sich die letzterlassene Amnestie aus. Einige Gm&#252;nder, welche wegen illegaler Bet&#228;tigung in Haft waren, wurden aus derselben wieder entlassen. Sie waren zu drei Monaten Anhalt verurteilt."</p>
<hr /><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-17">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>Augenzeugenbericht von Emmy Mahler, einer angesehenen j&#252;dischen Frau aus Gm&#252;nd</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/augenzeugenbericht</link>
			<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 13:43:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">Gm&#252;nd</category>
<category domain="main">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">55@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Dr. Georg Mahler, der Ehemann von Emmy Mahler, war Leiter der Firma Bobbin in Gm&amp;#252;nd gewesen, welche 9 Angestellte und 103 Arbeiter besch&amp;#228;ftigte. Im Jahr 1938 wurde er auf sch&amp;#228;ndliche Art entlassen, die Familie musste unter widrigsten Umst&amp;#228;nden &amp;#252;ber Wien in die Dominikanische Republik und weiter in die USA fl&amp;#252;chten. Emmy Mahler schrieb eine Art Tagebuch &amp;#252;ber die ganzen Ereignisse, auch noch &amp;#252;ber ihre heile Welt vor dem Nationalsozialismus in Gm&amp;#252;nd, &amp;#252;ber den Umbruch 1938 und wie hart es den Gm&amp;#252;nder Juden damals erging. Lizzy Jalkio, die Tochter von Georg und Emmy Mahler, hat den Text, den sie als Brief von ihrer Mutter erhalten hatte, unter dem Titel &quot;Jeder Tag ist ein Abschied&quot; der &amp;#214;ffentlichkeit zug&amp;#228;nglich gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Erlebniserz&amp;#228;hlung im Internet:&amp;#160;&lt;a href=&quot;http://de.nationalfonds.org/docs/Lebensgeschichten/Band_Lebensgesch_dt.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erinnerungen.&amp;#160;Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus&lt;/a&gt; S. 20&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christine Werner hat den packenden Stoff in ihrem Roman &quot;Wien ist nicht Chicago&quot; verarbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu den genaueren Umst&amp;#228;nde der Arisierung der Fa. Bobbin siehe: Bobbin Holzwarenfabriks AG. In: &amp;#214;konomie der Arisierung, Band 2, S. 682-685&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/augenzeugenbericht&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Georg Mahler, der Ehemann von Emmy Mahler, war Leiter der Firma Bobbin in Gm&#252;nd gewesen, welche 9 Angestellte und 103 Arbeiter besch&#228;ftigte. Im Jahr 1938 wurde er auf sch&#228;ndliche Art entlassen, die Familie musste unter widrigsten Umst&#228;nden &#252;ber Wien in die Dominikanische Republik und weiter in die USA fl&#252;chten. Emmy Mahler schrieb eine Art Tagebuch &#252;ber die ganzen Ereignisse, auch noch &#252;ber ihre heile Welt vor dem Nationalsozialismus in Gm&#252;nd, &#252;ber den Umbruch 1938 und wie hart es den Gm&#252;nder Juden damals erging. Lizzy Jalkio, die Tochter von Georg und Emmy Mahler, hat den Text, den sie als Brief von ihrer Mutter erhalten hatte, unter dem Titel "Jeder Tag ist ein Abschied" der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemacht.</p>
<p>Die Erlebniserz&#228;hlung im Internet:&#160;<a href="http://de.nationalfonds.org/docs/Lebensgeschichten/Band_Lebensgesch_dt.pdf" target="_blank">Erinnerungen.&#160;Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus</a> S. 20</p>
<p>Christine Werner hat den packenden Stoff in ihrem Roman "Wien ist nicht Chicago" verarbeitet.</p>
<p>Zu den genaueren Umst&#228;nde der Arisierung der Fa. Bobbin siehe: Bobbin Holzwarenfabriks AG. In: &#214;konomie der Arisierung, Band 2, S. 682-685</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/augenzeugenbericht">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>N&#214; Land-Zeitung, Krems, 16. M&#228;rz 1938</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-16</link>
			<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 16:50:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="alt">Gm&#252;nd</category>
<category domain="main">Geschichte des Nationalsozialismus</category>			<guid isPermaLink="false">54@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;In n&amp;#228;chster Zeit m&amp;#246;chte ich gerne Dokumente zur Geschichte des Nationalsozialismus im Gm&amp;#252;nder Bezirk ausheben und einige davon hier ver&amp;#246;ffentlichen. Es soll ein Beitrag zur bisher kaum erfolgten Aufarbeitung dieses unheilvollen Kapitels unserer Geschichte werden. Es w&amp;#252;rde mich freuen, wenn sich einige Leute anschlie&amp;#223;en und sich mit mir an dieser Aufgabe beteiligen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange habe ich gedacht, dass kaum etwas ver&amp;#246;ffentlicht wurde in unserem Bezirk. Die Gm&amp;#252;nder Zeitung gibt es noch nicht so lange, andere Zeitungen schien es auch nicht gegeben zu haben, bis ich auf die &quot;N&amp;#214; Land-Zeitung&quot; stie&amp;#223;, die in Krems herausgegeben wurde. Die &quot;Land-Zeitung&quot; war eine Wochenzeitung f&amp;#252;r ganz Nieder&amp;#246;sterreich, Gm&amp;#252;nd wird wie den anderen Bezirken jeweils eine eigene Rubrik vom Umfang einer halben Seite aufw&amp;#228;rts gewidmet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Anfang machen nun zwei Artikel aus dieser Zeitung, und zwar aus der ersten Ausgabe nach dem Einmarsch Hitlers. &amp;#160;Die Artikel wurden deswegen ausgew&amp;#228;hlt, weil sie ganz unmittelbar einen ersten Eindruck in die Stimmung der ersten Stunde des Nationalsozialismus in unserer Heimat geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Einordnung der Quelle: Die Zeitung begr&amp;#252;&amp;#223;t &amp;#252;berschw&amp;#228;nglich die quasi &amp;#252;ber Nacht eingetretenen neuen Umst&amp;#228;nde. Getitelt wird mit:&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&amp;#8222;&lt;strong&gt;Deutsch&amp;#246;sterreichs Heimkehr ins Reich. Zusammenbruch der &amp;#8218;vaterl&amp;#228;ndischen&amp;#8216; Volksfrontpolitik Schuschniggs. &amp;#8211; Das Volk steht auf &amp;#8211; der Sturm bricht los! &amp;#8211; &amp;#8218;Ein Volk &amp;#8211; ein Reich &amp;#8211; ein F&amp;#252;hrer!&amp;#8216; &amp;#8211; Adolf Hitler in seiner Heimat. &amp;#8211; Volksabstimmung am 10.April&amp;#8216;&lt;/strong&gt;&amp;#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Ausdruck der v&amp;#246;lligen Zustimmung zu den neuen Verh&amp;#228;ltnissen wurde bereits in dieser Ausgabe das Hakenkreuz in den Titelschriftzug des Zeitungsnamens eingef&amp;#252;gt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier die Originalartikel:&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kundgebung.&lt;/strong&gt; Auch in Gm&amp;#252;nd fand am 6. d. eine Freudenkundgebung zum Berchtesgadener Frieden statt. Mehr als 1000 Nationalsozialisten veranstalteten am Stadtplatze einen Bummel. Als die Massen in Sechserreihen marschieren und nationale Lieder sangen, ersuchte die Gendarmerie, den Zug aufzul&amp;#246;sen, da das geschlossen Marschieren nicht gestattet sei. Die Kundgeber befolgten ruhig die Anordnung und marschierten nun in losen Gruppen weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;padding-left: 30px;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Nationalsozialistische Volkskundgebung. &lt;/strong&gt;Nach dem R&amp;#252;cktritt des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg fand in den sp&amp;#228;ten Abendstunden auch in Gm&amp;#252;nd eine gro&amp;#223;e Kundgebung statt. Tausende von Nationalgesinnten aller St&amp;#228;nde, jung und alt, zogen unter Absingen von nationalen Liedern und lebhaften Heil Hitler und Sieg-Heil-Rufen durch die Stra&amp;#223;en von Gm&amp;#252;nd 1 und 2. Un&amp;#252;bersehbar war der Zug. Gm&amp;#252;nd hatte eine so gewaltige Kundgebung noch nie gesehen. Die Begeisterung der Massen hatte keine Grenzen. Alte Leute umarmten sich und brachen in Jubelrufe aus. Am Stadtplatze sprach der nat.-soz. Kreisleiter begeisterte Worte zur Menge und gei&amp;#223;elte den Verrat. Mit rauschenden Sieg-Heil-Rufen antwortete die Menge. Nach Absingen des Horst-Wesselliedes und des Deutschlandliedes zerstreute sich die Menge. Ruhe und Disziplin wurde gewahrt, streng wurden die Worte des F&amp;#252;hrers befolgt. Am Morgen wehen von d. H&amp;#228;usern Fahnen, darunter sehr viele mit dem Hakenkreuz. Die Gesch&amp;#228;fte waren von Fahnenstoffen ausverkauft. Die Arbeiterkammer, bei der Waffen gefunden wurden, wurde gesperrt und der Leiter in Schutzhaft genommen. Auch andere kom. F&amp;#252;hrer wurden verhaftet. Die Gendarmerie und Miliz tr&amp;#228;gt Armbinden mit dem Hakenkreuz. Gm&amp;#252;nd zeigte, da&amp;#223; es in der &amp;#252;berwiegenden Mehrheit nationalsozialistisch ist. Sieg-Heil!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Berchtesgadener Frieden: Gemeint ist wohl das unter Druck zustande gekommene Abkommen, das beim Treffen Hitler-Schuschnigg am 12. Februar 1938 auf dem Berghof am Obersalzberg unterzeichnet wurde: Freie Bet&amp;#228;tigung der &amp;#246;sterreichischen Nationalsozialisten, st&amp;#228;rkere Einbindung von Nationalsozialisten in die &amp;#246;st. Regierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;R&amp;#252;cktritt Dr. Schuschnigg: 11. M&amp;#228;rz&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-1.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-1k.jpg?mtime=1325953936&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;111&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-2k.jpg?mtime=1325953941&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;70&quot; height=&quot;110&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-16&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In n&#228;chster Zeit m&#246;chte ich gerne Dokumente zur Geschichte des Nationalsozialismus im Gm&#252;nder Bezirk ausheben und einige davon hier ver&#246;ffentlichen. Es soll ein Beitrag zur bisher kaum erfolgten Aufarbeitung dieses unheilvollen Kapitels unserer Geschichte werden. Es w&#252;rde mich freuen, wenn sich einige Leute anschlie&#223;en und sich mit mir an dieser Aufgabe beteiligen!</p>
<p>Lange habe ich gedacht, dass kaum etwas ver&#246;ffentlicht wurde in unserem Bezirk. Die Gm&#252;nder Zeitung gibt es noch nicht so lange, andere Zeitungen schien es auch nicht gegeben zu haben, bis ich auf die "N&#214; Land-Zeitung" stie&#223;, die in Krems herausgegeben wurde. Die "Land-Zeitung" war eine Wochenzeitung f&#252;r ganz Nieder&#246;sterreich, Gm&#252;nd wird wie den anderen Bezirken jeweils eine eigene Rubrik vom Umfang einer halben Seite aufw&#228;rts gewidmet.</p>
<p>Den Anfang machen nun zwei Artikel aus dieser Zeitung, und zwar aus der ersten Ausgabe nach dem Einmarsch Hitlers. &#160;Die Artikel wurden deswegen ausgew&#228;hlt, weil sie ganz unmittelbar einen ersten Eindruck in die Stimmung der ersten Stunde des Nationalsozialismus in unserer Heimat geben.</p>
<p>Zur Einordnung der Quelle: Die Zeitung begr&#252;&#223;t &#252;berschw&#228;nglich die quasi &#252;ber Nacht eingetretenen neuen Umst&#228;nde. Getitelt wird mit:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8222;<strong>Deutsch&#246;sterreichs Heimkehr ins Reich. Zusammenbruch der &#8218;vaterl&#228;ndischen&#8216; Volksfrontpolitik Schuschniggs. &#8211; Das Volk steht auf &#8211; der Sturm bricht los! &#8211; &#8218;Ein Volk &#8211; ein Reich &#8211; ein F&#252;hrer!&#8216; &#8211; Adolf Hitler in seiner Heimat. &#8211; Volksabstimmung am 10.April&#8216;</strong>&#8220;</p>
<p>Als Ausdruck der v&#246;lligen Zustimmung zu den neuen Verh&#228;ltnissen wurde bereits in dieser Ausgabe das Hakenkreuz in den Titelschriftzug des Zeitungsnamens eingef&#252;gt!</p>
<p>Hier die Originalartikel:</p>
<hr />
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Kundgebung.</strong> Auch in Gm&#252;nd fand am 6. d. eine Freudenkundgebung zum Berchtesgadener Frieden statt. Mehr als 1000 Nationalsozialisten veranstalteten am Stadtplatze einen Bummel. Als die Massen in Sechserreihen marschieren und nationale Lieder sangen, ersuchte die Gendarmerie, den Zug aufzul&#246;sen, da das geschlossen Marschieren nicht gestattet sei. Die Kundgeber befolgten ruhig die Anordnung und marschierten nun in losen Gruppen weiter.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Nationalsozialistische Volkskundgebung. </strong>Nach dem R&#252;cktritt des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg fand in den sp&#228;ten Abendstunden auch in Gm&#252;nd eine gro&#223;e Kundgebung statt. Tausende von Nationalgesinnten aller St&#228;nde, jung und alt, zogen unter Absingen von nationalen Liedern und lebhaften Heil Hitler und Sieg-Heil-Rufen durch die Stra&#223;en von Gm&#252;nd 1 und 2. Un&#252;bersehbar war der Zug. Gm&#252;nd hatte eine so gewaltige Kundgebung noch nie gesehen. Die Begeisterung der Massen hatte keine Grenzen. Alte Leute umarmten sich und brachen in Jubelrufe aus. Am Stadtplatze sprach der nat.-soz. Kreisleiter begeisterte Worte zur Menge und gei&#223;elte den Verrat. Mit rauschenden Sieg-Heil-Rufen antwortete die Menge. Nach Absingen des Horst-Wesselliedes und des Deutschlandliedes zerstreute sich die Menge. Ruhe und Disziplin wurde gewahrt, streng wurden die Worte des F&#252;hrers befolgt. Am Morgen wehen von d. H&#228;usern Fahnen, darunter sehr viele mit dem Hakenkreuz. Die Gesch&#228;fte waren von Fahnenstoffen ausverkauft. Die Arbeiterkammer, bei der Waffen gefunden wurden, wurde gesperrt und der Leiter in Schutzhaft genommen. Auch andere kom. F&#252;hrer wurden verhaftet. Die Gendarmerie und Miliz tr&#228;gt Armbinden mit dem Hakenkreuz. Gm&#252;nd zeigte, da&#223; es in der &#252;berwiegenden Mehrheit nationalsozialistisch ist. Sieg-Heil!</p>
<hr />
<p>Berchtesgadener Frieden: Gemeint ist wohl das unter Druck zustande gekommene Abkommen, das beim Treffen Hitler-Schuschnigg am 12. Februar 1938 auf dem Berghof am Obersalzberg unterzeichnet wurde: Freie Bet&#228;tigung der &#246;sterreichischen Nationalsozialisten, st&#228;rkere Einbindung von Nationalsozialisten in die &#246;st. Regierung.</p>
<p>R&#252;cktritt Dr. Schuschnigg: 11. M&#228;rz</p>
<hr />
<p><a href="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-1.jpg" target="_blank"><img src="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-1k.jpg?mtime=1325953936" alt="" width="150" height="111" /></a> <a href="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-2.jpg" target="_blank"><img src="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/1938_03_16-2k.jpg?mtime=1325953941" alt="" width="70" height="110" /></a></p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-16">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/noe-land-zeitung-krems-16#comments</comments>
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		</item>
				<item>
			<title>Der L&#246;schungsantrag im O&#214; Landesarchiv: Sondergerichte Linz, Schachtel 1127</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/der-loeschungsantrag-im-ooe-landesarchiv</link>
			<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 20:10:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="main">Dampfs&#228;gewerk von L&#246;wy und Winterberg in Joachimstal</category>			<guid isPermaLink="false">53@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;Reg. A 3 &amp;#8211; 168 / 15&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;Eingelangt am 6. November 1935&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;[2 Schilling Stempelmarke]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An das l&amp;#246;bliche Landesgericht in Linz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Friedrich Winterberg derzeit wohnhaft in Wien III., Weyergasse 7&lt;br /&gt;Eugen Winterberg, Wien III., Moosgasse 3&lt;br /&gt;als Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&amp;#228;ge&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;stellen instehenden Antrag auf L&amp;#246;schung der Firma aus dem Handelsregister.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Firma L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg hat eine stille Liquidation vorgenommen, in deren Verlaufe s&amp;#228;mtliche Aktiven der Firma realisiert und zur Begleichung der Passiven verwendet wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gefertigten Gesellschafter haben sich daher auf der Aufl&amp;#246;sung der Firma und deren L&amp;#246;schung aus dem Handelsregister geeinigt. Da wir die Verm&amp;#246;gensverh&amp;#228;ltnisse untereinander geregelt haben, beantragen wir:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das l&amp;#246;bliche Landesgericht m&amp;#246;ge die Firma L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&amp;#228;ge Hauptniederlassung in Prag unter der Firma L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg, Zweigniederlassung in Mauthausen aus dem Handelsregister l&amp;#246;schen.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;Wien, am 4. November 1935.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Friedrich Fritz Winterberg&lt;br /&gt; Eugen Winterberg&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[30 Groschen Stempelmarke]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;B.R.Z.982/1935&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Echtheit der vorstehenden Unterschriften der Herren Friedrich (Fritz) Winterberg Wien III., Weyergasse 7 und Eugen Winterberg, Wien III., Moosgasse 3 (*), beide Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&amp;#228;ge, wird best&amp;#228;tigt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;Wien, am 4. November 1935&lt;br /&gt;Dr. Max Lindner, &amp;#246;ffentlicher Notar, Wien Brigittenau&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;*) Es d&amp;#252;rfte sich dabei um &quot;Weyrgasse&quot; bzw. &quot;Mohsgasse&quot; im 3. Wiener Gemeindebezirk handeln. In der Mohsgasse 2 befand sich die von Adolf Loos gestaltete Wohnung des Schwiegervaters von Eugen Winterberg, Alfred Kraus!&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung1.jpg?mtime=1325793755&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung1k.jpg?mtime=1325793755&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung2.jpg?mtime=1325793759&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung2k.jpg?mtime=1325793759&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung3.jpg?mtime=1325793762&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung3k.jpg?mtime=1325793762&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/der-loeschungsantrag-im-ooe-landesarchiv&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Reg. A 3 &#8211; 168 / 15</p>
<p style="text-align: left;">Eingelangt am 6. November 1935</p>
<p style="text-align: left;">[2 Schilling Stempelmarke]</p>
<p>An das l&#246;bliche Landesgericht in Linz.</p>
<p>Friedrich Winterberg derzeit wohnhaft in Wien III., Weyergasse 7<br />Eugen Winterberg, Wien III., Moosgasse 3<br />als Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft L&#246;wy &amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&#228;ge</p>
<p>stellen instehenden Antrag auf L&#246;schung der Firma aus dem Handelsregister.</p>
<p>Die Firma L&#246;wy &amp; Winterberg hat eine stille Liquidation vorgenommen, in deren Verlaufe s&#228;mtliche Aktiven der Firma realisiert und zur Begleichung der Passiven verwendet wurden.</p>
<p>Die gefertigten Gesellschafter haben sich daher auf der Aufl&#246;sung der Firma und deren L&#246;schung aus dem Handelsregister geeinigt. Da wir die Verm&#246;gensverh&#228;ltnisse untereinander geregelt haben, beantragen wir:</p>
<p>Das l&#246;bliche Landesgericht m&#246;ge die Firma L&#246;wy &amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&#228;ge Hauptniederlassung in Prag unter der Firma L&#246;wy &amp; Winterberg, Zweigniederlassung in Mauthausen aus dem Handelsregister l&#246;schen.</p>
<p style="text-align: right;">Wien, am 4. November 1935.</p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Friedrich Fritz Winterberg<br /> Eugen Winterberg</strong></em></p>
<p>[30 Groschen Stempelmarke]</p>
<p>B.R.Z.982/1935</p>
<p>Die Echtheit der vorstehenden Unterschriften der Herren Friedrich (Fritz) Winterberg Wien III., Weyergasse 7 und Eugen Winterberg, Wien III., Moosgasse 3 (*), beide Gesellschafter der offenen Handelsgesellschaft L&#246;wy &amp; Winterberg Mauthausner Dampfs&#228;ge, wird best&#228;tigt.</p>
<p style="text-align: right;">Wien, am 4. November 1935<br />Dr. Max Lindner, &#246;ffentlicher Notar, Wien Brigittenau</p>
<hr />
<p style="text-align: left;">*) Es d&#252;rfte sich dabei um "Weyrgasse" bzw. "Mohsgasse" im 3. Wiener Gemeindebezirk handeln. In der Mohsgasse 2 befand sich die von Adolf Loos gestaltete Wohnung des Schwiegervaters von Eugen Winterberg, Alfred Kraus!</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung1.jpg?mtime=1325793755" target="_blank"><img src="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung1k.jpg?mtime=1325793755" alt="" width="140" height="200" /></a> <a href="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung2.jpg?mtime=1325793759" target="_blank"><img src="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung2k.jpg?mtime=1325793759" alt="" width="140" height="200" /></a> <a href="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung3.jpg?mtime=1325793762" target="_blank"><img src="http://www.prinzeps.com/blog/media/blogs/prinzblog/loeschung3k.jpg?mtime=1325793762" alt="" width="140" height="200" /></a></p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/der-loeschungsantrag-im-ooe-landesarchiv">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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			<title>L&#246;wy und Winterberg in &#214;sterreich schon 1935 aufgel&#246;st</title>
			<link>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/loewy-und-winterberg-in-oesterreich</link>
			<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 19:02:00 +0000</pubDate>			<dc:creator>prinzeps</dc:creator>
			<category domain="main">Dampfs&#228;gewerk von L&#246;wy und Winterberg in Joachimstal</category>			<guid isPermaLink="false">52@http://www.prinzeps.com/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Nun ist es definitiv: Die in Linz protokollierte &quot;L&amp;#246;wy &amp;amp; Winterberg, Mauthausner Dampfs&amp;#228;ge&quot; mit dem Sitz in Mauthausen wurde am 8.11.1935 auf Antrag der Gesellschafter im Firmenbuch gel&amp;#246;scht und aufgel&amp;#246;st.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer die einzelnen Besitzungen von L&amp;#246;wy und Winterberg in &amp;#214;sterreich erworben hat, dar&amp;#252;ber ist mir noch nichts bekannt.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.prinzeps.com/blog/index.php/loewy-und-winterberg-in-oesterreich&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es definitiv: Die in Linz protokollierte "L&#246;wy &amp; Winterberg, Mauthausner Dampfs&#228;ge" mit dem Sitz in Mauthausen wurde am 8.11.1935 auf Antrag der Gesellschafter im Firmenbuch gel&#246;scht und aufgel&#246;st.</p>
<p>Wer die einzelnen Besitzungen von L&#246;wy und Winterberg in &#214;sterreich erworben hat, dar&#252;ber ist mir noch nichts bekannt.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.prinzeps.com/blog/index.php/loewy-und-winterberg-in-oesterreich">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.prinzeps.com/blog/index.php/loewy-und-winterberg-in-oesterreich#comments</comments>
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