Karl Höfer wurde am
7. Jänner
1883 in St. Martin als Sohn des Dorfschullehrers
geboren und verbrachte seine Kindheit in diesem Ort an der Lainsitz.
Als Jugendlicher kam er ins Gymnasium nach Freistadt. Nach der
Matura ging er zur Armee, diente in Galizien und brachte es bis zum
Oberstleutnant und Bauoberrat in Wien. Seinen Ruhestand verbrachte
er in Krems, der Stadt des Waldviertels, die Wien am nächsten ist.
Irgend etwas band ihn sein Leben lang stark an die Gegend seiner Geburt.
Ab 1936 schrieb er heimatkundliche Artikel für die Zeitschrift
"Das Waldviertel", worin er auch farbenfrohe Schilderungen seiner
eigenen Erlebnisse aus Kindheit und Jugendzeit eingearbeitet hat.
Seine umfangreichste Arbeit blieb aber seine unveröffentlichte
Chronik seines Heimatortes.
Chronik von St.
Martin im Waldviertel (1951, Manuskript)
Im Oktober 1951, fast siebzigjährig, übersandte Höfer dem
Bürgermeister von St. Martin den maschinschriftlichen "Entwurf"
einer Chronik. "Ich habe versucht, von meiner Heimatgemeinde St.
Martin, soweit es mir möglich war, alle Ortsverhältnisse und
geschichtlichen Begebenheiten in einer Chronik zusammenzufassen,
die ich Ihnen hiemit mit dem Wunsche überreiche, dass dem Orte
in Zukunft nur friedliche Zeiten und ein frohes Gedeihen
beschieden sei." Dieses Werk ruhte bis zur erstmaligen
Veröffentlichung im Sommer 2005 auf lainsitz.prinzeps.com in den
Regalen des Gemeindeamtes.
Ferienreise
(1955, Zeitschrift "Das
Waldviertel")
Höfer schildert die Fahrten
und Wanderungen von seinem Heimatdorf St. Martin in die
Schulstadt Freistadt. Zusammen mit Kollegen aus Großpertholz,
Buchers und Sandl hatte er in den 1890er Jahren unvergessliche
Erlebnisse.
Eine
Wallfahrt nach Brünnl in Südböhmen
(1956, Zeitschrift "Das
Waldviertel")
Wie Höfer als kleines Kind
in den 1880er Jahren mit seiner Mutter, seiner um vier Jahre
älteren Schwester und mit einer jungen Lehrerin von St. Martin
nach Brünnl Wallfahrten ging. Ein äußerst lebendiges und
anschauliches Zeitbild!
Der
Johannisberg
(1953, Zeitschrift "Das
Waldviertel")
Interessant sind vor allem
die Schilderungen der zeitgenössischen Feiern am Johannesberg
und der Sagen, die sich um den merkwürdigen Berg ranken.
Mühlbach
und seine Hammerschmiede
(1953, Zeitschrift "Das
Waldviertel")
Der Bau steht heute noch
prächtig am Eingang von Mühlbach links der Straße. Damals war
die Hammerschmiede noch in Betrieb, ihr Besitzer war Karl Huber.
Über Karl Höfer selbst erfährt
man am meisten aus einem Nachruf, den eine Autorenkollegin der
Zeitschrift "Das Waldviertel", Frau Maria Lastufka verfasst hat:
IN MEMORIAM KARL HÖFER (1958,
Zeitschrift "Das
Waldviertel")